Die Spezialambulanz für Angsterkrankungen in Berlin

führt Therapie der Panikstörung und Agoraphobie durch. Dadurch werden Panikattacken und Platzangst mit kognitiver Verhaltenstherapie behandelt, die in Einzel- und Gruppen-Therapie zur Behandlung der Panikstörung in Berlin stattfinden.

Die Therapie der Panikstörung

ist wirksam bei der Angst-Reduktion. Expositionstherapie bzw. auch Konfrontationstherapie lokal in Berlin ist dabei ein wichtiges Behandlungs-Element. Der Patient lernt, mit Angst und Panik besser umzugehen und die körperlichen Symptome von Panikattacken richtig zu interpretieren.

Richtig und rechtzeitig behandelt, haben Menschen mit einer Panikstörung mit Agoraphobie eine gute Prognose für ein erfolgreiches Therapie-Ergebnis. Sie lernen, aus dem Teufelskreis der Angst, dem Aufschaukeln von Panik-Gedanken und Panik-Körpersymptomen, auszubrechen, den Einfluss von Stress auf Angst zu verstehen und Strategien zur Angst- und Anspannungs-Reduktion einzusetzen.

„Aufsuchende Therapie“ für Patienten mit schwerer Agoraphobie 

Können Sie nicht zu uns kommen, kommen wir zu Ihnen!

 

Hintergrund

Die Agoraphobie ist durch eine starke Angst in Situationen charakterisiert, aus denen die Betroffenen nicht unmittelbar entweichen können bzw. in denen keine unmittelbare Hilfe erreichbar ist (z.B. Menschenmengen, breite Straßen, Fahrstühle, Autobahnfahrten, öffentliche Verkehrsmittel, Kinos und Theatern, volle Einkaufszentren). Neben der unmittelbaren Belastung durch die Angstsymptomatik selbst, wird der Alltag insbesondere durch das Sicherheits- und Vermeidungsverhalten erschwert. Durch die Anwendung von Sicherheitsstrategien (z.B. Musik hören, Wasser trinken, Beruhigungsmittel einnehmen, sich durch andere Menschen begleiten lassen)  oder das vollständige Vermeiden agoraphobischer Situationen, gelingt es zwar kurzfristig, die Angst zu kontrollieren; langfristig führt dies jedoch regelmäßig zu einer dauerhaften Abhängigkeit von Hilfsstrategien bzw. einer deutlichen Einschränkung des Aktionsradius und damit zu einer massiven Einschränkung der privaten und beruflichen Lebensführung. Die ambulante Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) stellt für die Agoraphobie die psychotherapeutische Behandlungsmethode der ersten Wahl dar. Insbesondere bei leichter und mittelschwerer Symptomausprägung kann hierdurch häufig ein stabiler Symptomrückgang bzw. ein Verschwinden der Symptomatik erreicht und der Leidensdruck sowie die Beeinträchtigung entsprechend deutlich reduziert oder aufgehoben werden.

Im Falle einer schweren Agoraphobie kann es jedoch sein, dass die Betroffenen nicht mehr in der Lage sind, selbstständig die eigene Wohnung zu verlassen. Sie sind deshalb auf die kontinuierliche Unterstützung anderer Menschen angewiesen und können deshalb ambulante KVT-Termine nicht (regelmäßig) wahrnehmen. Hierdurch beschleunigt sich der bereits begonnene „Teufelskreis“ von Angst und Vermeidung weiter und begünstigt so eine Chronifizierung der Erkrankung.

  

Das Behandlungsangebot

 

Vor diesem Hintergrund bieten wir in Kooperation mit dem Zentrum für Psychotherapie der Humboldt-Universität zu Berlin (ZPHU) sowie dem Sozialpsychiatrischen Dienst (SpD) Berlin eine „aufsuchende Therapie“ für Patientinnen und Patienten an, die aufgrund einer schweren Agoraphobie nicht mehr in der Lage sind, (ohne die Unterstützung durch Dritte) ihre häusliche Umgebung zu verlassen. Im Rahmen dieses wissenschaftlich begleiteten Behandlungsangebotes werden die Betroffenen durch Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten unmittelbar aufgesucht und die Therapie wird in der Wohnung der Betroffenen begonnen. Ziel ist es, die Patientinnen und Patienten mit Hilfe eines speziell entwickelten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungsprogramms zeitnah wieder "wegefähig" zu machen, um die Therapie nach einigen Wochen am ZPHU fortzusetzen. Wen suchen wir? Wir suchen Patientinnen und Patienten mit einer schweren Agoraphobie

  • die aufgrund der Agoraphobie nicht mehr oder ausschließlich in Begleitung anderer ihre Wohnung verlassen können
  • mindestens 18 Jahre alt sind
  • nicht unter einer Substanzabhängigkeit oder psychotischen Erkrankung leiden

 

Kontakt

Dr. Jens Plag

Dr. Carolin Liebscher

Telefon: 030 450 517 017; Mail: carolin.liebscher@charite.de

  

Die „aufsuchende Therapie“ wird durch Mittel der Lotto-Stiftung Berlin finanziell gefördert.

 

 



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Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Charité-Universitätsmedizin Berlin
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Charitéplatz 1
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Kontakt

E-Mail:
angstambulanz@charite.de
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