Diagnostik | Panikstörung
Die Panikstörung ist durch das Auftreten von wiederholten plötzlichen Angstattacken in objektiv nicht bedrohlichen Situationen charakterisiert. Eine solche Panikattacke erreicht in der Regel innerhalb von wenigen Minuten ihren Höhepunkt und geht mit starken körperlichen Symptomen einher, wie z.B. Herzrasen, Atemnot, Schwitzen, Zittern, Schwindel oder Übelkeit. Die Betroffenen erleben meist überwältigend starke Gefühle von Kontrollverlust und von Angst, verrückt zu werden, zusammen zu brechen oder zu sterben. In der Folge entwickeln sie meist eine „Angst vor der Angst“ oder auch „Erwartungsangst“ vor dem Auftreten weiterer Panikattacken oder ihren Konsequenzen.
Die Panikstörung tritt in Deutschland bei ca. 2% der Männer und ca. 3% der Frauen auf (12-Monats-Prävalenzen). Die Störung tritt gehäuft im späten Jugend- und frühen Erwachsenenalter auf, bei Frauen mit Ende Zwanzig und bei Männern Mitte Dreißig. Jenseits des 40. Lebensjahres wird eine Neuerkrankung immer unwahrscheinlicher. (Quelle: Bundesgesundheitssurvey 98)
Diagnostische Kriterien nach ICD-10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, herausgegeben von der Weltgesundheitsorganisation):
- Es sind mehrere Angstattacken mit starker körperlichen Symtomen vorgekommen.
- Panikattacken und Erwartungsangst bestehen seit mindestens einem Monat.
- Die Angst entsteht in Situationen, in denen keine objektive Gefahr besteht.
- Die Angst ist nicht auf bekannte oder vorhersagbare Situationen beschränkt.
- Zwischen den Attacken müssen weitgehend angstfreie Zeiträume liegen (ausgenommen Erwartungsangst).
- Die Panikattacken treten nicht im Rahmen anderer bekannter Phobien auf (z.B. Spezifische Phobie oder Sozialphobie ).
- Die Panikattacken treten nicht sekundär als Folge einer früher begonnenen Depression auf.
Leiden Sie unter einer Panikstörung?
Bitte beantworten Sie die nachfolgenden Fragen.